Die praktische Antwort
125 kHz LF und 13,56 MHz HF sind unterschiedliche RFID-Familien. NFC arbeitet bei 13,56 MHz. Der Leser muss Frequenz und Protokoll des Mediums ausdrücklich unterstützen; gleiche Frequenz allein belegt keine Kompatibilität.
NFC Forum — NFC technology overview ↗| Familie | Erste Frage | Nächster Prüfschritt |
|---|---|---|
| 125 kHz LF | Unterstützt der Leser LF? | Chipfamilie und ID-Format |
| 13,56 MHz HF / NFC | Welche Protokolle werden unterstützt? | Chip, Datenstruktur und Software |
1. Das genaue Lesermodell erfassen
Fotografieren Sie das Typenschild und beziehen Sie die Dokumentation vom Systemanbieter. Notieren Sie Controller, Softwareversion und ein funktionierendes Medium. Aufgedruckte Nummer und Farbe bestimmen die Funktechnik nicht. Ein geeigneter Mehrfrequenzleser kann beide Bänder unterstützen; das ist eine konkrete Gerätefunktion, kein allgemeiner Standard.
NXP — PRH601 multifrequency reader ↗2. Mehr als die Frequenz prüfen
Klären Sie unterstützte Chipfamilien und Protokolle sowie die Auswertung von UID oder Anwendungsdaten. Bei gesicherten Systemen Registrierung, Schlüsselbereitstellung und Datenstruktur mit dem Integrator abstimmen. Ersetzen Sie einen spezifizierten Chip nicht durch eine unbestimmte „IC-Karte“, nur weil beide bei 13,56 MHz arbeiten.
3. Ein Muster im gesamten Ablauf prüfen
Verwenden Sie die vorgesehene fertige Karte oder den Anhänger. Registrieren Sie das Muster, prüfen Sie relevante Türen oder Terminals und den Softwaredatensatz. Testen Sie mehrere Positionen und reale Trage- oder Montagebedingungen. Funkerkennung ist nur ein Schritt; die Anwendung muss das Medium akzeptieren und passende Berechtigungen anwenden.
4. Ersatz und Erweiterungen planen
Bewahren Sie Chipspezifikation, Codierformat und Musterreferenz mit der Bestellung auf. Bei einer Migration klären Sie die parallele Nutzung alter und neuer Medien und lassen den Ablauf vom Integrator bestätigen. Für jedes neue Leser- oder Terminalmodell die Prüfung wiederholen; eine Freigabe gilt nicht automatisch für alle Installationen.
Technische Quellen
Die Chipspezifikationen stammen aus den folgenden Quellen. Die Auswahlhinweise sind eine Prüfliste, keine Kompatibilitätsgarantie.


